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Buch, 211 Seiten
Best.-Nr.: 1966-0
Karl Heinz Brisch

Kindergartenalter

Reihe Bindungspsychotherapie

Bindungsbasierte Beratung und Therapie im Kindergartenalter

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Das vorliegende Buch ist der dritte Band aus der Reihe „Bindungspsychotherapie – Bindungsbasierte Beratung und Psychotherapie“. Er ist fokussiert auf die Entwicklungszeit des Kindergartenalters. Zunächst werden die Grundlagen einer bindungsorientierten Psychotherapie ausführlich erläutert und die Besonderheiten für die Altersphase des dritten bis sechsten Lebensjahres dargestellt. An vielen Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie die unterschiedlichsten Symptome der Kinder mit den Lebensgeschichten und den frühen Bindungserfahrungen der Eltern sowie weiterer Bindungspersonen und mit deren Kindheit zusammenhängen. Die bindungsorientierte Psychotherapie und Beratung sowie die vielfältigen methodischen Ansätze, einschließlich Traumatherapie, werden anhand von vielen Fallbeispielen nachvollziehbar dargestellt.

Im dritten Band der insgesamt zehnreihigen Buchserie rund um die Bindungspsychotherapie von Karl Heinz Brisch geht es um das Kindergartenalter.


Die Bindungsentwicklung ist während der ersten Lebensjahre sehr störanfällig. Jegliche Form von äußerer und innerer emotionaler Sicherheit, die die Eltern in den ersten Jahren erfahren, fördert die Entwicklung einer sicheren Bindung. Durch vielfältige Symptome des Kindes kann Angst das vorherrschende Gefühl werden, das die Eltern bestimmt. Wenn aber die Eltern große Angst erleben, wird ihr eigenes Bindungsbedürfnis aktiviert. Ängstliche Eltern können oft nur eingeschränkt die Signale ihres Kindes wahrnehmen, richtig interpretieren und angemessen und prompt darauf reagieren. Es besteht die Gefahr, dass Eltern eigene ungelöste Affekte auf die eigenen Kinder projizieren, besonders, wenn traumatische ungelöste Situationen aus ihrer eigenen Vergangenheit wieder wachgerufen werden.


Das Buch beginnt mit den allgemeinen Grundlagen der Bindungspsychotherapie, in dem auch die transgenerationale Weitergabe von Erfahrungen der Eltern an ihre Kinder erläutert wird. Es schließt sich ein Kapitel an, in dem es um die gesunde Bindungsentwicklung im Kindergartenalter geht und um pathologische Abweichungen sowie Schutz- und Risikofaktoren für solche. Daran anschließend folgt das längste Kapitel des Buches mit einer Fülle von Behandlungsbeispielen, die sehr plastisch darstellen, wie sich Störungen zeigen, wie sie diagnostiziert werden und wie eine Spieltherapie für das Kind aussieht.


Beeindruckt hat mich der Hinweis auf die Gefährlichkeit eines sogenannten „Time out“ (auch als Auszeit oder stille Treppe/stiller Stuhl bekannt) für die Entwicklung der kindlichen Seele. Aus diesem aus der Hilflosigkeit geborenen Handeln den Emotionen des Kindes gegenüber kann sich eine Dissoziation entwickeln, das heißt, dass das Kind lernt, negative Emotionen abzuspalten und in Folge dessen im späteren Leben handlungsunfähig wird, wenn diese Emotionen in anderen Situationen wieder auftauchen, zum Beispiel im Streit mit dem Ehepartner.


Etwas befremdet hat mich die Prävention mithilfe des vorgestellten sogenannten Base Baby Watching. Hier beobachten Kindergartenkinder jede Woche für eine halbe Stunde eine Mutter mit Baby im ersten Lebensjahr, wie sie feinfühlig mit ihrem Baby agiert. Das Projekt scheint tatsächlich positive Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder zu haben – aber mich stimmt es bedenklich, dass wir dafür so eine künstlich herbeigeführte Situation brauchen. Hier macht sich mal wieder ein großer Nachteil des Nicht-mehr-als-Großfamilie-Lebens bemerkbar. Wäre es nicht einfacher, jede Woche mit älteren Geschwisterkindern eine Stillgruppe zu besuchen, egal, ob man stillt oder nicht, und dort mit allen Sinnen auf- und anzunehmen, was einem Positives begegnet?


DHZ 9/2016

Karl Heinz Brisch, Privatdozent, Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Nervenarzt und Psychoanalytiker. Er leitet als Oberarzt die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, in München. Brisch war viele Jahre für Deutschland Vorsitzender der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH e. V., German-Speaking Association for Infant Mental Health).
Verlag: Fachbuch Klett-Cotta
Produktart: Buch
Bundtyp: Kartoniert
Seiten: 211
Auflage: 1. Auflage 2015
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-608-94830-1
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